Der Dreh

Wie der Name Fahrstuhlmusik schon sagt, dreht es sich hierbei hauptsächlich um Rapmusik von bisher unbekannten oder auch national erfolgreichen Künstlern, welche im Aufzug wiedergegeben und vor der Kamera präsentiert wird. Um jedoch eine Folge realisieren und im Nachhinein veröffentlichen zu können, muss organisatorisch alles vorbereitet werden.

1. Künstler finden und Drehort klären
Da wir landesweit noch keinen hohen Bekanntheitsgrad besitzen, sind wir größtenteils selbst darauf angewiesen, die Künstler zu finden und für dieses Projekt anzufragen. Zeitweise werden wir auch selbst von den Künstlern kontaktiert, jedoch ist der prozentuale Anteil im Vergleich zur Eigeninitiative noch gering. Die Klärung des Drehorts können wir aus organisatorischen Gründen nicht selbst übernehmen, da uns nicht in jeder Stadt ein Aufzug bekannt ist und die organisatorische Arbeit sichtlich erschweren würde. Da dem Künstler selbst einige Aufzüge bekannt sind, ist dieser Teil der Organisation eine große Hilfestellung, welches uns die Vorbereitung erleichtert.

2. Vorbereitung des Drehtages
Da wir nicht jeden Tag in ganz Deutschland unterwegs sein können und uns aktuell noch keine finanzielle Unterstützung zur Verfügung steht, wird langfristig geplant und immer mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern korrespondiert. Dies geschieht überwiegend in einer privaten Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook. Einen Monat vor dem eigentlichen Dreh wird bekannt gegeben, ob wir in einem bestimmten Zeitraum in einer Großstadt (z. B. Berlin, Hamburg oder Hannover) oder in einem Bundesland (bisher nur Nordrhein-Westfalen) unterwegs sind, um zahlreiche Folgen abzudrehen. Wenn sich in diesem Zeitraum einige Künstler dem Format widmen können, wird alles Weitere besprochen und geplant.

3. Der Ablauf eines Drehs für eine Folge
Um eine Folge im Endeffekt abdrehen zu können, benötigen wir lediglich unsere Kamera und ein Schwebestativ. Wenn die Belichtung nicht ausreichend ist, setzen wir auch unser Videolicht ein, welches wir oben auf die Kamera aufsetzen. Es sind keine temporären Veränderungen oder notwendige Aufbauten notwendig, wodurch wir innerhalb von maximal 5 Minuten mit den Vorbereitungen fertig sind. Sobald alles vorbereitet wurde, stellt sich der Künstler in den Aufzug. Anfangs wird eine kurze Szene gedreht, wo er sich und seine „Fahrstuhlmusik-Folge“ präsentiert. Diese dauert durchschnittlich 10 Sekunden. Nach der Vorstellung fahren wir mit dem Hauptteil des Drehs fort und filmen den Künstler während seiner Performance drei bis vier Mal in kompletten Durchgängen ab. Zwischen den jeweiligen Strophen und dem Refrain gibt es keine Unterbrechung, welches jedoch für den Künstler in der Vergangenheit keine Herausforderung dargestellt hat. Nach den kompletten Durchgängen sind wir mit den Dreharbeiten beendet. Insgesamt dauert der Drehvorgang durchschnittlich 15-20 Minuten.

4. Die Nachbearbeitung und Veröffentlichung
Mit dem gefilmten Videomaterial und dem dazugehörigen Lied, welches der Künstler für die Folge genutzt hat, setzen wir uns an die Nachbearbeitung (Post Production). Um den Zuschauern eine hochqualitative Folge präsentieren zu können, schneiden wir alle gedrehten Szenen und fügen eine Farbkorrektur ein, womit wir optisch das Video aufwerten und nachträglich verbessern. Anschließend fügen wir den Vorspann des Formats mit der jeweiligen Zahl der Folge und dem Künstlernamen und einen Abspann ein, wo man die Möglichkeit hat, sich die vorherige Folge von Fahrstuhlmusik oder ein Musikvideo von dem jeweiligen Künstler anzusehen. Bevor es an die eigentliche Veröffentlichung geht, holen wir uns vorher das Einverständnis des Teilnehmers ein und senden ihm eine Vorab-Version, damit nachträgliche Wünsche oder Anregungen umgesetzt werden können. Wenn alles in Ordnung ist, wird die Folge zum nächstmöglichen Zeitpunkt veröffentlicht und in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter verbreitet.